Diverses:Pressekonferenzen des Weissen Hauses
Aus Stupidedia
18. Juli 1800
Untertanen,
Eigentlich will ich ja keinerlei Gespräch mit Auswärtigen führen, aber das Gefasel dieser lästigen Zecke hier zwingt mich dazu, mich kurz herabzulassen (herab-lassen, zu einem Zwerg – Witz verstanden? Hahaha, was habe ich doch für einen göttlichen Humor!)
Aber zurück zum Ernst: Dieser Sebastian Hupffner outet sich schon dadurch als inkompetente Niete, in dem er mich als, Zitat: "aus der Versenkung auftauchend" bezeichnet und dreist einen draufsetzend noch fragt, aus welcher.
Ich sag Dir was, Du kleines Arschloch: ich war die ganze Zeit Vizepräsident!
Ja, da staunste was? hast wohl noch nie davon gehört, von sowas wie Vizepräsidenten? Du Superhirn!
Und dann dieses penetrante Genörgel von wegen es gäbe keine Bilder. Jo mei, warum wollens denn unbedingt auch noch Bilder haben? Wenn Sie verstümmelte Leichen sehen wollen, dann schalten sie die frühmorgendlichen Kinder-Sendungen an!
Jedenfalls ist dieses ganze Gerede, JFK sei nicht tot und tauche in 14 Tagen wieder auf, völliger Unfug. Er ist tot! Hey, ich habe heute seine Asche auf Ebay vertickt!
Aber bitteschön, um diese Verschwörungstheorien zu beenden werde ich halt mal wieder eine Warren-Kommission einsetzen müssen. Dann ist hoffentlich Ruhe im Karton.
Jetzt zu was erfreulicherem: ich habe unser Angriffsziel gefunden: Es handelt sich um den Stadtstaat Cologna, am Rande von Deutschland, in der alten Welt. Das gegenüberliegende Gayland käme auch in Frage, aber ich habe mir gedacht, so zum Aufwärmen ist ein Kleinstaat wie dieser gerade richtig. Gayland nehmen wir später ein, versprochen.
Jetzt ist da aber noch ein kleines Problem: Die Anschaffung der Bomberflotte kostet eine Kleinigkeit. Ich habe zwar Kennedys Krone einschmelzen lassen und der Bank als Sicherheit für einen Ratenkredit hinterlegt, aber es reicht hinten und vorne nicht. Ihr werdet also um eine leichte Steuererhöhung nicht herumkommen. Ich habe an maßvolle 60% gedacht. Jaja, ich weiss, dass ich viel zu bescheiden bin.
Bis dann, Euer
Lyndon B. Johnson, Präsident
17. Juli 1800
Untertanen,
Sorry, dass ich mich erst jetzt melde.
Ich musste erst mal den ganzen schnörkeligen Kennedy-Scheiss aus diesem Pressenkonferenzsaal entfernen. War ja nicht zum aushalten!
Also, Kennedy und einige seiner Familienangehörigen wurden gestern getötet. Von wem weiß ich nicht so genau, interessiert das jemanden? Eben. Dem alten Brauch folgend, sind ihm seine restlichen Frauen und Männer, sowie ein Großteil des Hofstaates freiwillig auf den Scheiterhaufen gefolgt.
Seine Pferde, seine Hunde, sein Lieblingsfalken und seine Leibkuh haben wir ebenfalls getötet und mit ihm verbrannt. Soll keiner sagen, ich respektiere die alten Traditionen nicht.
Nur seine Katzen sind uns entwischt. Wer sie sichtet, kann sie bei Gelegenheit zerhacken, dann hat alles seine Ordnung.
So. Und nun wo das erledigt ist, kommen wir zum wichtigen Teil meiner Ansprache: Ich werde Amerikanien modernisieren!
Was dieses Land braucht sind Elektrizität, Autobahnen, Schwerindustrie und einen launigen Invasionskrieg. Ich gucke grade auf der Karte nach, wen wir überfallen, bombardieren und zur Sau machen können. Sobald ich was Nettes gefunden habe, sag ich es euch.
Ansonsten wird meine Außenpolitik klar und einfach sein: Kein Kontakt mit anderen Ländern, alle diplomatische Beziehungen werden abgebrochen, die Grenzen dicht gemacht und alle Ausländer des Landes verwiesen. Sie werden nichts mehr von uns hören. Seien Sie froh darüber!
Lyndon B. Johnson, neuer Präsident von Amerikanien
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