Soldat

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Schädling, der vorzugsweise Staaten befällt. Einzeln eher harmlos, können sie bei massenhaftem Auftreten verheerende Schäden anrichten. Soldaten werden in der Regel im Falle politischen Versagens einer Regierung und zur Ablenkung von wirtschaftlichen Problemen im eigenen Land eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Grundsätzliches

[bearbeiten] Aussehen und äußere Erscheinung

typisch deutscher Soldat im Winterschlaf
typisch deutscher Soldat im Winterschlaf

Der gemeine Soldat ist von grüner Farbe und hat üblicherweise eine merkbare Schwellung am Rücken (das sog. Marschgepäck, also wichtige Überlebensutensilien, wie Dosenöffner und Klappspaten). Auffällig ist auch der üblicherweise vorne oder an der Seite sichtbare längliche Stachel, der die eigentliche Gefahr darstellt. Kann man dem Soldaten diesen abnehmen, ist sein Schädigungspotential eher gering, außer er hat Hunger.

[bearbeiten] Vorkommen

Es scheint eine Verbindung zwischen dem Auftreten von Soldaten und der Entdeckung neuer Ölvorkommen zu geben. Genaue Korrelationen sind noch nicht untersucht, ein entsprechender Trend ist jedoch wahrscheinlich.

[bearbeiten] Ernährung

Der idealtypische Soldat ernährt sich nur von Ruhm und Beförderungen.

[bearbeiten] Bezahlung

Die Bezahlung wird auch Sold genannt (deshalb auch Soldat, ähnlich dem Söldner)und kann regelmäßig und pauschal durch Geld, Gold oder das Versprechen von Zahlungen am Ende des Krieges bestehen. Eine andere Möglichkeit der Bezahlung ist das Plündern, eine Art Honorar auf Erfolgsbasis, wobei der Soldat nach getaner Arbeit die Früchte des Sieges selber ernten darf.
Aus ökonomischer Hinsicht ist dies für den Kriegsunternehmer eine besonders günstige Form der Finanzierung, da auch hier die Drecksarbeit dem Soldaten obliegt, er muss für seinen Lohn quasi zweimal arbeiten, wobei es nicht selten zu innerparteilichen Konflikten bei der Verteilung der Beute kommt. Tote und Verlierer müssen nicht ausbezahlt werden, was erheblich zur Kostensenkung beiträgt.

[bearbeiten] Bekämpfung

Früher wurde versucht, Soldaten dadurch zu bekämpfen, eigene Soldaten anzusiedeln in der Hoffnung, dass diese weniger Schaden anrichten. Oft erwies sich dies als Trugschluß.

[bearbeiten] Üblicher Befallvorgang

Die ersten Anzeichen des Befalls eines Staates durch Soldaten ist die fliegende Unterart, die an und für sich leicht erkannt werden kann. Gelegentlich gelingt es auch, dieser Plage Herr zu werden, häufig jedoch ist dies nur der Anfang eines weit größeren Problems. Kurze Zeit danach setzt die Hauptinvasion der Plagegeister ein.

[bearbeiten] Verweildauer

Der Soldat bleibt in einem fremden Staat solange es dort was zu holen gibt oder Staatsoberhäupter denken, daß es etwas zu holen gibt. Sobald nichts mehr da ist, verschwindet er und hinterlässt die Verwüstungen ihrem Schicksal.

[bearbeiten] Ausbildung und Berufung

[bearbeiten] Fortpflanzung

Der gemeine Soldat vermehrt sich nicht, vielmehr gibt es ähnlich wie in einem Insektenstaat eine Art "Königin" (die sog. Rekrutierungsstelle). Diese Vermehrung findet üblicherweise im Stammgebiet des Soldaten statt, obwohl Fälle bekannt geworden sind, dass solche Rekrutierungsstellen vermehrt auch in Gebieten gesichtet wurden, in die der Soldat eingefallen ist.

[bearbeiten] Grundausbildung

Bevor der Vorgesetzte den Rekruten gesehen hat, entscheidet er in seiner Allwissenheit schon, für welchen Bereich bzw. Waffengattung er geeignet ist.

In einer sogenannten Grundausbildung wird jeder rekrutierte Soldat sodann lt. Vorgesetzem "von der Made zum Menschen und dann zum Soldat" ausgebildet; somit wird sich ein breites Spektrum offen gehalten und darum sieht auch jede Ausbildung anders aus.

Die Tätigkeitsschwerpunkte eines Soldaten in der Grundausbildung sind jedoch

  • das "Stube" aufräumen
  • das Kloputzen,
  • das Dreck fressen
  • sich den Magen in der Kantine zu verderben, um trotzdem
  • jeden Morgen gern um 5.30 Uhr aufzustehen und
  • Kameraden aus der sogenannten "Scheisse" helfen.

Er zieht ihn also aus dem Graben, wenn er einen Hexenschuss erlitten hat, hat bei einer Heulattacke immer ein Schneuztuch parat und putzt ihm auch gern seine Geliebte, also sein Gewehr, wenn er keine Lust dazu bzw. auf diese hat.

[bearbeiten] Zeitsoldaten

Zeitsoldaten fallen nur für einen gewissen Zeitraum in das Schädlingsstadium - nachdem sie als Rekruten erfolgreich die Grundausbildung absolviert haben und ansonsten keine Chance für eine Wiedereingliederung bzw. Resozialisierung trotz regelmässigen Wochenendurlaubs sehen. So unterschreiben sie einen Zeitvertrag, um selbige zu gewinnen, sich wenigstens einen vernünftigen Beruf suchen zu können oder aber um ihre perversen sadistischen Gelüste mit einer Prise Kameradenfetisch weiter ausleben zu können. Sind sie schon etwas befördert worden, bezieht sich dieser Fetisch natürlich nur auf Gleichgestellte, während sich ein unstillbarer Hunger auf das Rekrutenschinden einstellt.

[bearbeiten] Berufssoldaten

Berufssoldaten sind Dauerschädlinge und die gefährlichste Form, da sie oft die meiste Gehirnmasse besitzen und bis ins hohe Alter, also etwa 50, wo sie in den Ruhestand versetzt werden, kämpfen oder kriegerische Trübsal blasen bzw. blasen lassen. Aus ihnen können Ränge hervorgehen, wie Admiral, General und andere hohe Offiziersposten, bei denen die Berufssoldaten im Kartenlesen und -spielen oder im Rekrutenschinderschinden miteinander konkurrieren.

[bearbeiten] Ausrüstung

Der Soldat (zumindest in Deutschland) ist ausgerüstet mit dem HK G36, einem Wurfgeschoss aus Plastik mit Kuschelfunktion und krummen Lauf. Dazu noch der Gurkenwerfer, ein Koffer, eine Rasierklinge, ein Moorhuhn und eine Fanzerpaust im Einsatz gegen feindliche Panzer und böse Kampfroboter.

[bearbeiten] Arten

  • Aktivist: Aktives Mitglied von Greenpeace. Gemäß dem Motto "Haltet unsere Meere sauber" sind Sonaristen auf der Suche nach allerlei Müll und Steinen die auf dem Meeresboden rumliegen.
  • Artillerist: Werden gern von der Landwirtschaft eingesetzt, um mit großkalibrigen Geschossen Äcker zeitsparend umzupflügen.
  • Fallschirmjäger, die vierte Jägerform im Militärhaushalt. Nach dem Abheben wird runtergefallen, dann werden die Schirme gejagt!.
  • Feldjäger: Weiß verzierte, kurzbeinige Kompaktausführung. Etwas weniger Hirnschmalz als der Durchschnittsbürger in Unterhose, aber (wenn auch nur kurzfristig) mehr Biss als ein Pitbull. Keine hohen Belichtungszeiten! Der gemeine Feldjäger hält sich in Friedenszeiten bevorzugt in Wäldern und Feldern am frühen Morgen auf, um insbesondere angetrunkene, frei herumlaufende Kameraden zu jagen und zurück in die arteigene Behausung (der Kaserne) zu zerren. Von der Ferne aus betrachtet erscheinen manche Feldjäger als vierbeinige Wesen, vergleichbar einem Reh oder Damwild, dies ist jedoch nur eine optische Täuschung, die von dieser Art gezielt hervorgerufen wird. Feldjäger sollen, wie der gemeine Landjäger den unlustigen Soldaten zum Kampfe motivieren.
  • Fernmelder: Auch gerne Kabelbongos ("Lauf schneller, dann wirds leichter!") genannt, sind nur etwas mehr angesehen als die Soldaten der allzuoft verspotteten Luftwaffe. Ihre Aufgabe besteht darin, zu funken, leider sind Fernmelder nur wenig effizient, da ihre 25m langen Funkmasten im flachen Gelände und bei klarer Sicht über Kilometer auch von Feinden wie den Franzosé erkannt werden können und demzufolge aufgrund mangelnder Kampferfahrung leicht ausser Gefecht gesetzt werden können.
  • Fernspäher: Die geschwätzigste Art des Soldaten. Eine voyeuristische Grundveranlagung ist vonnöten, um gezielt und unbemerkt den Gegner auszuspähen und relevante Informationen an den Vorgesetzten weiterzupetzen.
  • Flieger: starten regelmäßig zu Aufklärungsflügen mit zuverlässigen Fluggeräten wie Spitfires aus dem Zweiten Weltkrieg oder einer afghanischen Tütolev. Als spezielle Arten existieren der Überflieger, der Stubenflieger, sowie der Papierflieger. Bodentruppen die sich mit schnellen Automobilen fortbewegen und Fluganfänger werden als Tieflieger bezeichnet.
  • Flugabwehr: Konzentrieren sich darauf, Vögel abzuschießen, die des Generals Uniform bekleckern könnten.
  • Gebirgsjäger, verbesserte Form des PzGren. Eiskunstlauffähig, lebt in Rudeln und ernährt sich vorzugsweise von Alpengranit und Edelweissblümchen.
  • Kampfschwimmer - Besonders unintelligente, aber heimtückische Sorte des Soldaten. Die beste Gegenwehr ist das großflächige Streuen von Schokoriegeln. Wenn der Kampfschwimmer darauf anspricht, passt er bald nicht mehr in seinen Kampfschwimmertarngummianzug. Oft mutiert er dann zu einem harmlosen leichtbekleideten Statisten in einer Nachmittagssoup.
  • Panzergrenadier: Erdnahe, sondersäuische Form des Kampfschweins. Ein Spruch aus der Eigenwerbung der Bundeswehr sagt alles: "Du bist kein Mensch, du bist kein Tier, du bist ein Panzergrenadier!" Die erdnahen Einsätze des Panzergrenadiers beginnen mit dem Hinauswurf aus dem dünnwandigen aber heimeligen MTW (volkstümlich auch Schützenpanzer). Sodann ist es Gefechtsaufgabe des Panzergrenadiers, der voraus fahrenden Elite in den Kettenfahrzeugen, durch Matsch und Stahlgewitter hinterherzulaufen, um Beschädigung der teuren Fahrzeuge durch den Feind zu verhindern. Wer am Abend noch lebt, hat gewonnen, und darf Abschiedsbriefe in die Heimat verfassen.
  • Panzerjäger: Immer in Jagdgemeinschaft unterwegs, um Löcher in Panzer zu bohren. Sie leiden sehr unter den Sparmaßnahmen der letzten Jahre, hat man doch ihr artelleristisches Gerät gegen Handbohrer und Silvesterböller ausgetauscht.
  • Pionier: Dumm, stark, wasserdicht. Bauen Brücken, Straßen und Telefone in die Wildnis und kennen sich hervorragend mit Sprengstoff aus. Leider können sie dies nur selten ausleben und müssen in zahlreichen Manövern nach einer inszenierten Explosion schmachvoll erleben, wie sich umherspringende Soldaten schreiend auf den Boden werfen und alle nur so tun, als hätte der Pionier tatsächlich sein Werk verrichtet. Das Sprichwort der minensuchenden Pioniere im Krieg lautet sinnigerweise: Wer suchet, der findet und wer drauf tritt, der verschwindet.
  • Sani-Täter: sind die, die da nach getaner Arbeit der anderen Soldatenarten das Blut und evtl. abgetrennte Gliedmaßen und auch Soldaten am Stück ins Lazarett nach der Erstversorgung bringen. Problematisch ist das deutlich sichtbare rote Kreuz an der Uniform und am Helm, was von gegenerischen Soldaten schnell als Zielscheibe mißverstanden wird. So sind durchschnittlich immer 50% aller gefallenen Soldaten im Krieg Sanitäter.
  • Der unbekannte Soldat: Ein soldatisches Paradoxon, denn er ist der wohl bekannteste Soldat. Tausende von Denkmälern weltweit sollen das Gedenken an ihn fördern. Paparazzi konnten Anfang des 21.Jahrhunderts die Witwe des unbekannten Soldaten ausfindig machen. Sie lebt zurückgezogen in einem kleinen Dorf am Fuße der Ostalpen. Der Sohn des Paares ist bereits außer Haus und ist als Gemischtwarenhändler tätig.

[bearbeiten] Tod

Je höher der Rang ist, desto wahrscheinlicher ist es, daß er eines natürlichen Todes stirbt. Ist ein Soldat im Einsatz - für immer, nicht kurzzeitig aus der Offiziersmesse - gefallen, wird er ironischerweise mit einem unschuldigen weißen Kreuz beigesetzt, als hätte er kein Wässerchen trüben können und soll gerade auch in fremden Ländern verhindern, daß sein Grab aufgrund seiner früheren Schadenswirkung geschändet wird.

[bearbeiten] Leitsprüche

Leitsprüche sind zentrales Instrument der Motivation der Soldaten durch die Vorgesetzten. Auch wenn sie vordergründig kindisch oder gar dumm klingen, verfehlen sie selten ihre Wirkung:

  • "Du bist kein Mensch, du bist kein Tier, du bist ein Panzergrenadier"
  • "5 Minuten vor der Zeit ist Soldaten-Pünktlichkeit"
  • "Nur die Sanitäter kommen 10 Minuten später"
  • Auch die Fernmelder haben Leitsprüche:

"Wenn die Feinde Deine Antenne sehn, bleibst Du am besten gleich stehn"

"Alles Scheisse, alles Mist, wenn man ein Fernmelder ist"

[bearbeiten] Bekannte Soldaten

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